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#kunstausbruch – Kunst greift Raum

09.04.2021

Im April 2021 gehen 20 Künstler*innen deutschlandweit in Zeiten geschlossener Türen mit ihrer Kunst in die Gesellschaft.

Kunst und Künstler*innen befinden sich im Lockdown. Während sie gleichsam eingesperrt sind, ist das Publikum ausgesperrt. Es steht vor verschlossenen Museums-, Galerie- und Theatertüren. Die Menschen sind draußen und kommen nicht rein – die Kunst ist drinnen und kommt nicht raus. In dieser Situation hat die Stiftung Kunst und Natur 20 Künstler*innen aus dem deutschsprachigen Raum eingeladen ihrer Kunst Raum und Resonanz zu geben. Sie möchte sie dazu ermutigen, mit ihrer Kunst nach draußen und zu den Menschen zu gehen. Kunst bricht aus, greift Raum, wird sichtbar und verschafft sich Gehör – und zwar deutschlandweit live vor Ort an den unterschiedlichen Wirkungsstätten der Teilnehmenden als auch dauerhaft und digital in den sozialen Medien. Unter dem Hashtag #kunstausbruch dokumentieren und teilen Künstler*innen wie Rezipienten ihr Kunstgeschehen auf Instagram, Facebook, Youtube und unter www.kunst-und-natur.de/kunstausbruch.

Die Einladung zur Teilnahme erfolgte nach kuratorischer Auswahl durch die Stiftung Kunst und Natur an Künstler*innen aller Disziplinen und war mit keinerlei inhaltlichen oder formalen Vorgaben verbunden außer mit der Bitte, sich – unter Wahrung aller Pandemie-Sicherheitsvorkehrungen – in den öffentlichen Raum zu richten.

Augen und Ohren auf für: Katharina Bach (deutschlandweit), Marina Rodriguez (Berlin), Jan Wagner (Brandenburg), Studierende der Theaterakademie August Everding (München), Sophia Schama (Berlin), Marie Donike & Johannes Specks (Köln), Eveline Petersen-Gröger (Hamburg), Anne Schülke und Detlef Klepsch (Düsseldorf), Robert Weissenbacher (München), Dalibor Markovic (Frankfurt a.M.), Ayhan Keser (Hamburg), Rainer von Vielen (Allgäu), LBT (München), Jelena Kuljic (Berlin oder München), Christian Felix Benning (München), Tanja Kodlin (Köln), Betty Mü und Tanja Hirschfeld (München), doublelucky productions (Berlin), Mareike Steffens (Kassel), Antje Blumenstein (Berlin)

Bis Mitte April sind die künstlerischen Interventionen an den unterschiedlichsten Orten in ganz Deutschland zu erleben.


#kunstausbruch
Kunst greift Raum: 20 Künstler*innen aus dem deutschsprachigen Raum tragen ihre Kunst in die Gesellschaft. Alle Beiträge zum #kunstausbruch in digitaler Form erleben.
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Mit dabei

Brandenburg, Dörfer
Jan Wagner
Poetry Home Delivery – Auf Fahrradtour durch Brandenburgs Dörfer
Noch auf dem abgelegensten Dorf muß niemand ohne frische Brötchen, hundertfünfzig Gramm Gouda in Scheiben oder drei, vier Fenchelknollen auskommen, die frische Milch schafft es nach Gerswalde wie nach Sternhagen - denn zuverlässig und wie eh und je fahren die Bäcker, Schlachter und Gemüsehändler mit ihren Lieferwagen über Land. Das ist, zumal in Zeiten der Seuche, ein beinahe tröstendes Ritual. Was nicht frei Haus geliefert wird? Die Poesie. Ein Mangel, dem, wenigstens einen Tag lang, abgeholfen werden soll, wenn auch nicht im Lieferwagen, sondern auf dem Fahrrad, quer durch die brandenburgische Uckermark - natürlich nur, sofern Zeit für ein paar Verse ist, ein Gedicht gewünscht wird, und nur, so lange der Vorrat reicht.

Allgäu, Nebelhorn
Rainer von Vielen
Sonnenaufgangskonzert an der Nebelhornbahn-Gondelbahn
Der Allgäuer Musiker richtet seine Ambient-Klänge in der Kälte des Frühnebels an die Berge. https://youtu.be/mlMblmfwnCk

Jesteburg bei Hamburg
Ayhan Keser
„the pink deer“ – Streetart Rehe am Spazierweg
Der Streetart-Künstler lässt mit aus wiederverwendbarem Alt-Karton gestalteten Wildwechsel-Signs am Waldrand die letzten fröhlichen Momente eines Rehs entstehen. Mit Glitch-Effect. https://youtu.be/bJTfJpSu13I

München
Betty Mü und Tanja Hirschfeld
Die Frau im Wolfspelz – Videoinstallation in der Bar Holy Home am Gärtnerplatz
Die Künstlerin Tanja Hirschfeld, beschäftigt sich in ihren Ölbildern mit der Verschmelzung von Kulturen. Hier verbindet sie im illustrativen Stil des japanischen Holzschnitts Figuren aus Grimm Märchen und Gestalten aus japanischen Sagen. Für die Gemeinschaftsarbeit mit Video-und Projektionskünstlerin Betty Mü, die für ihre fantasievollen und märchenhaften Installationen bekannt ist, ließ sie eine ihrer Zeichnungen in überdimensionaler Größe als videobespielbare Fläche anfertigen.  Videoszenen aus verschiedenen Traumwelten verschmelzen mit der Zeichnung per Rückprojektion und Videomapping. https://youtu.be/kHSjRmL5B6c