Langsam werden am Abend – Lauschen, Ansprechen, Antworten

Dienstags, 24.11.26 (Lauschen); 12.1.27 (Ansprechen); 2.2.27 (Antworten), jeweils 19–20.15 Uhr
 

Dienstag, 24.11.26, 19 Uhr  
Langsam werden am Abend: Lauschen 
Wie können wir anderen Lebewesen tiefer zuhören? 

Wie können wir anderen Lebewesen tiefer lauschen? 

Die Ausstellung Tierstimmen lädt dazu ein, Klang nicht nur als Geräusch, sondern als Form von Kontakt zu verstehen. Dieser Abend öffnet einen Raum, um Formen des Lauschens zu erproben – entschleunigt, aufmerksam und mit dem ganzen Körper. 

Mit geschlossenen Augen, Einspielungen von Tierstimmen und außergewöhnlichen Klängen, kurzen Texten und Momenten der Stille erkunden wir unterschiedliche Arten des Hörens. 

Was hören wir – und was bleibt uns fremd? 
Was verändert sich, wenn wir anderen Stimmen nicht nur zuhören, sondern ihnen Zeit geben? 

Ein Abend über Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und die Kunst, nicht sofort zu verstehen. 

 

Dienstag; 12.1.27, 19 Uhr 
Langsam werden am Abend: Ansprechen 
Wie nehmen wir Kontakt auf – und was geschieht in Versuchen des Übersetzens und Imitierens? 

Dieser Abend richtet den Blick auf die Frage, was geschieht, wenn wir uns nicht nur als Beobachtende verstehen, sondern als Teil eines gemeinsamen Klangraums. 

Ausgehend von Stimmen anderer Tiere, gemeinsamen Resonanzmomenten und Formen des Antwortens erkunden wir Beziehung als etwas Wechselseitiges: etwas, das entsteht, sich verändert und nie ganz kontrollierbar ist. 

Was antwortet in uns? 
Und wie verändert sich unsere Wahrnehmung, wenn wir uns als Teil eines größeren Beziehungsgefüges erfahren? 

Ein Abend über Resonanz, Gegenseitigkeit und die Möglichkeit, anders mit der Welt verbunden zu sein. 

 

Dienstag, 2.2.27, 19 Uhr 
Langsam werden am Abend: Antworten 
Wie treten wir in wechselseitige Beziehungsgefüge ein? 

Viele Arbeiten der Ausstellung kreisen um den Versuch, Tiere anzusprechen: durch Klang, Stimme, Instrumente, Übersetzung oder Nachahmung. 

Ausgehend davon erforschen wir an diesem Abend unterschiedliche Formen der Annäherung. Über Stimme, einfache Klangexperimente und kleine Formen des Imitierens und Antwortens entsteht ein gemeinsamer Erfahrungsraum. 

Was geschieht, wenn wir versuchen, andere Stimmen zu erreichen? 
Wann entsteht Begegnung – und wann sprechen wir vielleicht nur zu uns selbst? 

Ein Abend über Kontakt, Übersetzung und die Offenheit des Nicht-Wissens. 

 

Miriam Ysa Calista (Miriam Tag) ist Lyrikerin, promovierte Soziologin, Philosophin und somatische Mystikerin. In ihren Texten und Performances erkundet sie vielfältige Formen von Anziehung, Aufmerksamkeit, Sinnlichkeit, Gegenseitigkeit und Verantwortlichkeit zwischen Körpern unterschiedlicher Größe (Gräser, Strudel, Flussläufe, Füchse, Menschen, Planeten, Photonen).