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Tierstimmen

Kontakt durch Klang

13. September 2026 - 14. Februar 2027

Spektrogramm, Unterwasseraufnahme einer Rossrobbe 

© Alfred-Wegener-Institut / Theresa Thoma

Die Ausstellung „Tierstimmen. Kontakt durch Klang“ (Arbeitstitel) widmet sich der Frage, wie Menschen mit anderen Spezies in Beziehung treten können – und was geschieht, wenn wir beginnen, wirklich zuzuhören. Die Ausstellung versteht Klang als verbindendes Element zwischen Menschen und Tieren: als Form der Kontaktaufnahme, der Interaktion und der Resonanz. 

Die Kunstwerke machen Tierstimmen, Klanglandschaften und Interspecies Music auf multisensorische Weise erfahrbar. Dabei ermöglicht der Fokus auf Tierstimmen, andere Ausdrucksformen ernst zu nehmen, den Menschen aus dem Zentrum zu rücken und die vielfältigen Formen des Zusammenlebens von Arten zu erkunden. Zugleich reflektieren sie ökologische und politische Fragestellungen: Artensterben, Lärmverschmutzung und die zunehmende Unhörbarkeit tierlicher Stimmen im Anthropozän machen deutlich, dass die Beschäftigung mit Tierstimmen auch eine politische Dimension besitzt. 

Konzeptuell stützt sich die Ausstellung auf aktuelle Theorien und Praktiken aus Philosophie, Naturwissenschaft, Kunst und Musik. Durch das Hinhören auf Vogelgesänge und andere Tierstimmen werden nicht nur akustische Räume erlebbar, sondern auch neue Formen des Zusammenlebens entdeckt. Dabei lädt die Ausstellung dazu ein, innezuhalten, zu lauschen und unsere Wahrnehmung der nicht-menschlichen Welt neu zu justieren. Vor allem aber versteht sich die Ausstellung als Einladung zum gemeinsamen Hören: aufmerksam, offen und neugierig.

Kuratiert von Jessica und Martin Ullrich