Vogelperspektiven – Die Vögel und wir

Pressemitteilung 23.02.2026
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22. März bis 9. August 2026

Mit Arbeiten von Xavi Bou, Björn Braun, Christoph Brech, CMUK, Marcus Coates, Dominik Eulberg, Matthias Garff, Ulrike Franke & Michael Loeken, Andreas Greiner, Selbi Jumayeva / Alisa Verbina / Olha Vinichenko, Sanna Kannisto, Karin Kneffel, Volker Kreidler, Robin Meier Wiratunga, Anna Yeliz Schentke, Vroni Schwegler und Ina Weber.

Presserundgang

Freitag, 20. März, 11 Uhr  
Mit Kathrin Meyer (Museumsdirektorin), Moritz Ohlig (Kurator), Sophie Olivotto (Assistenzkuratorin) und Kristine Preuß (Leiterin Kunstvermittlung) sowie Ann-Cathrin Agethen (Referentin Kunstvermittlung). Um Anmeldung wird gebeten.
 

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 22. März, 12 Uhr 

Ihre Ansprechpartnerin: 
Claudia Praml, Leiterin Kommunikation, cp@kunst-und-natur.de, M: +49 (0) 151 1671 2500  
Pressefotos und Drehtermine auf Anfrage.
Programm & Tickets (ab 18.3.): tickets.museum-sinclair-haus.de

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Matthias Garff, Fitis und Zilpzalp, 2022, Skulptur
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Marcus Coates, Video Conference for the Birds, 2023, Video (Still)
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Robin Meier Wiratunga, B5’s Dream, 2025, Video (Still)

Alle Vögel sind schon da” – mit dem Frühling kehren auch die Vögel zurück. Ihre Gesänge, die ersten Nachtigallen und Mauersegler gehören zu jener Jahreszeit, die für das Erwachen des Lebens, für Fröhlichkeit und Leichtigkeit steht. Vögel begleiten unseren Alltag nicht nur im Frühling: Sie sind die Wildtiere, die in Stadt und Land am häufigsten gesehen werden. Für viele Menschen sind sie eine Freude, für manche ein Hobby. Millionen beobachten sie weltweit in ihrer Freizeit – und ihre Lieder sowie ihre Flugkünste haben seit Jahrhunderten die Künste inspiriert.

Die Ausstellung Vogelperspektiven – Die Vögel und wir lädt dazu ein, Vögeln auf Augenhöhe zu begegnen – teils wörtlich, teils im übertragenen Sinn. Die Ausstellung versteht Vögel nicht nur als Beobachtete, sondern als Mitgeschöpfe und Mitgestalter gemeinsam genutzter Lebensräume. Skulpturen, Filme, Fotografien, Gemälde sowie Tonaufnahmen und Musikstücke regen dazu an, vertraute Nachbarn neu wahrzunehmen und das Zusammenleben zwischen Spezies aus anderen Perspektiven zu denken. Die Künstlerinnen und Künstler folgen Fluglinien, Gesängen und Schwarmbewegungen. Sie zeigen die Schönheit der Vogelwelt und fragen zugleich nach der Reichweite menschlicher Empathie, nach verantwortungsvollen Wegen in eine gemeinsame Zukunft sowie nach Möglichkeiten und Grenzen von Perspektivwechseln.

Bei aller Nähe spiegeln Vögel die Ambivalenz unseres Zusammenlebens mit anderen Tieren besonders deutlich. Singvögel werden gefüttert und bewundert, Stadttauben polarisieren. Haushühner sind biologisch außerordentlich erfolgreich, leben jedoch meist unter nicht artgerechten Bedingungen, während die Zahl der Wildvögel seit Jahrzehnten sinkt. Viele Menschen bemerken bereits, dass in ihrer Kindheit mehr Vögel unterwegs waren. Selbst früher häufige Arten wie Grünfinken oder Haussperlinge sind vielerorts selten geworden.

Dem Bericht zum globalen Zustand der Vögel von 2022 zufolge gehen weltweit die Bestände bei 49 % aller Vogelarten zurück – und nur 6 % verzeichnen Zuwächse. Auch in Deutschland erleiden laut dem Bericht „Vögel in Deutschland: Bestandssituation 2025“ (BfN) vor allem Arten der Agrarlandschaften (wie zum Beispiel Kiebitze und Rebhühner) drastische Einbrüche, auch wenn Schutzmaßnahmen punktuell Wirkung zeigen. Als Zeigerarten für den Zustand von Ökosystemen machen Vögel sichtbar, wie sehr menschliches Handeln natürliche Lebensgrundlagen verändert – mit Folgen, die nicht nur Vögel betreffen, sondern auch den Menschen.

Vor diesem Hintergrund richtet die Ausstellung Vogelperspektiven – Die Vögel und wir den Blick auf Vögel als konkrete Gegenüber – nicht als abstrakte Symbole oder Indikatoren ökologischer Krisen. Vögel erscheinen nicht als bloße Motive, sondern als lebendige Wesen mit Bedürfnissen, die Räume gestalten und sich an eine von Menschen geprägte Welt anpassen – oder umgekehrt Anpassungen des Menschen erfordern. Wie begegnen wir den Vögeln um uns herum? Wie nehmen wir sie wahr – und welche Vorstellungen, Gefühle und Verantwortlichkeiten werden dabei wirksam? Die Ausstellung zeigt künstlerische Perspektiven, die vertraute Bilder verschieben und neue Denk- und Wahrnehmungsräume öffnen. Sie gliedert sich in fünf Kapitel – vom engen Zusammenleben von Vögeln und Menschen über Flug, Stimme und zwiespältige Beziehungen bis hin zu Fragen nach Raum, Revier und Wahrnehmung. 

Einblicke in die Ausstellung

Doch was bedeutet es, von „Vogelperspektiven“ zu sprechen? Die Ausstellung zeigt keine Weltansichten von oben, sondern thematisiert die menschliche Perspektive auf Vögel – und lädt dazu ein, diese zu reflektieren und zu erweitern. Sie fragt nicht nur, warum wir Vögel gern betrachten, sondern auch, was wir dabei sehen, was wir ausblenden und was wir uns noch vorstellen können. Wie ein solcher Perspektivwechsel aussehen kann, zeigen einzelne Werke in sehr unterschiedlichen Formen. Exemplarisch dafür steht die Videoarbeit Video Conference for the Birds (2023) von Marcus Coates, in der Vogelexpertinnen und -experten Vögel verkörpern und aus deren Perspektive über Revierkämpfe, den Verlust von Lebensräumen und das Überleben in der Klimakrise sprechen. Die Arbeit ist humorvoll und berührend zugleich, indem sie die Kraft menschlicher Einfühlung zeigt. Dabei macht sie deutlich, dass Empathie immer eine Annäherung bleibt – und dennoch wirksam sein kann. Andere Arbeiten konfrontieren das Publikum mit Vögeln als körperlich präsenten Gegenübern.

Mit der etwa 2,40 Meter hohe Skulptur Goldammer (2019) von Matthias Garff können die Besuchenden Vögeln buchstäblich auf Augenhöhe begegnen. Die riesige Goldammer ist klar als solche zu erkennen, jedoch besteht sie nicht aus Federn und Knochen, sondern aus wiederverwerteten Materialien: etwa aus Rohren, Latten und Reflektoren. Die Goldammer, einst charakteristisch für Agrarlandschaften, ist vielerorts verschwunden oder stark zurückgegangen. Intensiver Landbau lässt ihr kaum Raum zum Brüten, Singen und Leben. Neben der Goldammer zeigt die Ausstellung neun kleinere Vogel-Skulpturen von Matthias Garff mit Soundspuren des Biologen und DJs Dominik Eulberg sowie neu produzierte Videos. Während Garffs Arbeiten vom genauen Beobachten und von alltäglichen Begegnungen mit Vögeln ausgehen, rücken andere Positionen globale Verflechtungen und Brüche in den Blick.

Die mehrteilige Arbeit Steppe Synanthropies (2024) von Selbi Jumayeva, Alisa Verbina und Olha Vinichenko verbindet speziesübergreifende Erfahrungen von Verwundbarkeit und Resilienz, indem sie menschliche und tierliche Migrationen in einen Zusammenhang stellen. Im Mittelpunkt steht hier der Steppenkiebitz (Vanellus gregarius), der in der Ukraine und in China bereits ausgestorben ist. Die kasachische Steppe ist sein letzter Nistplatz. Er ist auf beweidete Grasländer angewiesen, die durch nomadische oder halbnomadische Viehhaltung entstehen. Mit der Kombination von traditioneller Textilkunst, Video, Text und Objekten aus der ornithologischen Forschung veranschaulichen die Künstlerinnen, wie das Zusammenspiel von Landschaften, Wissen und Praktiken ein fragiles, doch hoffnungsvolles Zusammenleben von Menschen und Vögeln trägt. Die Ausstellung wendet sich aber auch jenen Vögeln zu, die unseren Alltag unmittelbar prägen.

So widmen sich zwei Arbeiten den Stadttauben – Vögeln, die wie kaum andere polarisieren. Als ehemalige Haustiere leben sie heute in von Menschen geschaffenen Abhängigkeiten und werden zugleich als Plage wahrgenommen. Die Stadttaube wird zum Sinnbild für die ethischen Spannungen des Zusammenlebens mit anderen Spezies im urbanen Raum. Werke der Malerin Vroni Schwegler und der Schriftstellerin Anna Yeliz Schentke erzählen von dieser widersprüchlichen Beziehung und werfen damit die Frage auf, welchen Tieren wir Fürsorge und Würde zugestehen – und welchen nicht. Ein weiterer Ausstellungsteil thematisiert Formen von Nähe, die von Faszination und Aufmerksamkeit geprägt sind.

Fokussiert wird hier die Nachtigall, deren Gesang Menschen seit Jahrhunderten fasziniert. Die fotografische Serie Revier (2019) von Daniela Friebel zeigt Orte, an denen Nachtigallen in Berlin ihre Reviere singend markieren. Wissenschaftliche Einblicke in die Funktion des Gesangs sowie Musikstücke verweben menschliche und Vogelperspektiven. Deutlich wird: Auch wenn wir die Welt niemals aus der Sicht eines Vogels erleben können, verändern genaues Beobachten, Zuhören und Einfühlen unseren Blick.

Die Ausstellung endet mit der Neuproduktion B5’s Dream (2025) von Robin Meier Wiratunga, die sich mit der Frage beschäftigt, was Vögel träumen – und wie Forschung und Technologie unsere Vorstellungen über Bewusstsein und das Verbindende zwischen Spezies verändern können. 

So entfaltet sich die Ausstellung Vogelperspektiven als ein Parcours unterschiedlicher Beziehungen zwischen Menschen und Vögeln. Dabei wird deutlich: Beobachten ist keine neutrale Handlung, sondern eine Praxis der Verwobenheit. Die Ausstellung lädt dazu ein, Vögel mit Freude zu betrachten und dabei das eigene Sehen zu erweitern – im Bewusstsein dafür, wie umfassend wir Menschen gemeinsame Lebensräume prägen.

Wie können wir uns in sie hineinversetzten, um sie besser kennenzulernen? Fragen wie diesen widmet sich das Vermittlungsprogramm des Museums Sinclair-Haus zur Ausstellung

Kulturelle Bildung – Kunstvermittlung

Was fasziniert uns an Vögeln? Was erfahren wir über die lebendige Welt, wenn wir Vögel beobachten? Wie können wir uns in sie hineinversetzten, um sie besser kennenzulernen? Fragen wie diesen widmet sich das Vermittlungsprogramm des Museums Sinclair-Haus zur Ausstellung Vogelperspektiven – Die Vögel und wir. In Führungen, Workshops, Spaziergängen und Kursen wird die Vogelwelt sowohl durch eigene künstlerische Praxis als auch im gemeinsamen Gespräch erkundet. Das Programm richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters und findet im Museum, im Atelier sowie im Freien statt. Jeden Mittwoch (14–19 Uhr) sowie am Internationalen Museumstag (Sonntag, 17. Mai, 10–18 Uhr) ist der Ausstellungsbesuch für alle Besuchenden kostenfrei.

Ein besonderer Höhepunkt ist der Besuch des Biologen und DJ Dominik Eulberg, der am 15. April um 19 Uhr gemeinsam mit Museumsdirektorin Kathrin Meyer durch die Ausstellung führen und Einblicke in seine Arbeit geben wird. Eine internationale Tagung „Nature through Art“ (Mittwoch, 10. Juni, 9–18 Uhr, Anmeldung erforderlich) richtet sich an Multiplikatoren aus Schule, Bildung sowie aus Kunst- und Naturpädagogik und fragt, wie kulturelle Bildung einer zunehmenden Entfremdung von der Natur entgegenwirken kann. Vorträge, Gespräche und Workshops mit internationalen Gästen – unter anderem mit Estelle Zhong Mengual, Kunsthistorikerin Antwerpen, – geben Einblicke in aktuelle Diskurse und Methoden der Kulturellen Bildung, die „Natur“ nicht als Motiv und Material, sondern als lebendiges Gegenüber verstehen.

Das Blattwerke-Ideenheft „Vögel“ hat pünktlich zur Ausstellungseröffnung ein „Refresh“ erhalten: Mit neuer Gestaltung von Who´s Mark und weiterhin fantasievoll und detailreich illustriert von Sandra Beer, bietet das beliebte Heft Anregungen zum kreativen Ausprobieren, Informationen zu Vögeln und Hintergründe zu ausgewählten Kunstwerken. Für die Bildungsarbeit in Schulen und anderen Einrichtungen oder auch für zuhause regen die Blattwerke dazu an, sich mit allen Sinnen mit Vögeln zu beschäftigen. (8 Euro an der Museumskasse und kostenfrei als Download: museum-sinclair-haus.de/blattwerke).

Blick ins Programm der Kunstvermittlung

Kostenlose Kunst-Mitmachaktionen in der Stadt
Mit dem Freiluft-Atelier geht das Museum raus in die Stadt: Jeden Mittwoch vom 13. Mai bis zum 29. Juli (14.30–17 Uhr) ist es auf der Wiese vor dem Technischen Rathaus in Bad Homburg zu finden. Die kostenfreien Kunst-Mitmachaktionen laden alle Interessierten – unabhängig vom Alter – ein, sich Vögeln spontan mit verschiedenen künstlerischen Techniken anzunähern – sei es für 15 Minuten oder mehrere Stunden. Darüber hinaus ist das Freiluft-Atelier auch in den Stadtteilen Bad Homburgs sowie bei Festen und Aktionstagen mit seinen Angeboten vor Ort (Termine unter: museum-sinclair-haus.de/vermittlung).

Am Vogel-Gewimmel-Tag (Samstag, 18. April, 13.30–17.30 Uhr) ist der Eintritt ins Museum frei, zudem lädt das Freiluft-Atelier auf dem Marktplatz zum Mitmachen ein.

Workshops & Ferienkurse für Kinder
Bei der Kunst-Werkstatt im Atelier können Kinder ab 6 Jahren jeden Dienstag (24. März bis 23. Juni 2026, 15.30–17 Uhr) mit ihren Vogelperspektiven künstlerisch experimentieren und unterschiedliche Techniken kennenlernen.  Dies geschieht in der Ausstellung und im Atelier bei praktischen, spielerischen Übungen – vom Bauen eines „Vogelkleids“ bis hin zum Zeichnen von Schwarmbildern.

Die Ferienkurse für Kinder von 7 bis 13 Jahren finden sowohl in den Osterferien (30. März–2. April) als auch in den Sommerferien (3.–7. August) statt. Drinnen und draußen, im Museum, im Atelier und im Park lernen Kinder Vögel und ihre Fähigkeiten kennen und erproben unterschiedliche künstlerische Zugänge.

Führungen für Kinder und Familien
Bereits die Allerkleinsten (3–5 Jahre) und ihre Begleitpersonen sind zum „Kunstküsschen: Vogelfreunde“ (Samstag, 25. April und Samstag, 13. Juni) eingeladen. Die Ausstellung wird spielerisch erkundet, danach folgt ein praktischer Teil im Atelier. 

Familienführungen am Sonntag (17. Mai, 21. Juni, 19. Juli, jeweils 11.30 Uhr) richten sich an Kinder ab 6 Jahren mit ihren Eltern und Begleitpersonen. Im gemeinsamen Gespräch – mal fragend, mal philosophierend – werden Kunstwerke und Ausstellungsthema erschlossen.

Führungen für Erwachsene
Die Sonntagsführungen sowie der Rundgang plus (sonntags, 11.30 Uhr) geben einen Überblick über die Kunstwerke und das Ausstellungsthema und bieten Raum für Fragen der Teilnehmenden. 
In den Philosophischen Streifzügen erkundet Dr. Stefan Scholz Vogelperspektiven aus der Luft und von der Erde aus (Donnerstag, 28. Mai und Donnerstag, 18. Juni, jeweils 17 Uhr).

Spaziergänge & Workshops für Erwachsene
Der Kunstkurs „Vogelbriefe“ (donnerstags, ab 18. April) lädt Erwachsene dazu ein, sich über mehrere Wochen intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen. Mit Künstlerin Astrid Kemper entstehen Bilder im Atelier und im Park. Ein frühmorgendlicher Vogel-Spaziergang (Sonntag, 14. Juni, 8–10 Uhr) führt in den Schlosspark, wo Vögel beobachtet und gezeichnet werden – ein Tagesbeginn mit einem Naturexperten und einer Künstlerin. Der Risographie-Workshop Vögel“ (Freitag/Samstag, 10./11. Juli) richtet sich an junge Erwachsene – Maike Häusling vermittelt die farbigen Druckmöglichkeiten auf Reisfarbebasis. 

Wie bewegst sich ein Schwan? Tänzerin Sarah Altherr fühlt sich ein. 

Kulturprogramm: Musik, Literatur & mehr

Wie tanzt ein Schwan, und welche Bewegungen zeigen Vögel beim Balzen? Was erzählen Musik und Literatur über Vögel und ihre Gesänge? Im Kulturprogramm des Museums werden Vögel in Musik, Tanz und Literatur vielstimmig lebendig. In eigens für die Ausstellung entwickelten Veranstaltungen entdecken die Besuchenden neue Facetten unserer gefiederten Nachbarn. Seit Jahrhunderten spiegelt sich die menschliche Faszination für Vögel in Liedern, Texten und Bewegungen wider. Die eingeladenen Schauspielenden, Musiker und Tänzerinnen verwandeln die Ausstellung ebenso wie den Museumshof in eine Bühne.

Ein Blick ins Kulturprogramm

Unter dem Titel „Vogelsang und Menschenklang“ (Mittwoch, 29. April, 19 Uhr) bringt die Musikwissenschaftlerin und Musikvermittlerin Berchta Spohr (Musikimpulse) Vögel in der Musik zum Klingen. Hörbeispiele aus der Musikgeschichte zeigen, wie Vogelstimmen Komponisten und Komponistinnen inspiriert haben; angeleitete Mitmach-Elemente laden das Publikum zum Singen ein.

Beim Abend „Vom Schwanentanz & Nachtigallengesang“ (Mittwoch, 27. Mai, 19 Uhr, im Museumshof) nähert sich die Tänzerin Sarah Altherr den gefiederten Tieren in Bewegung an. Begleitet wird sie von der Schauspielerin Anna Staab, die aus Märchen und Erzählungen liest.

Mit der szenischen Lesung „Vogelstimmen“ (Mittwoch, 24. Juni, 19 Uhr) sind die Schauspielstudierenden des ersten Jahrgangs der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt zu Gast im Museum. Drinnen wie draußen präsentieren sie aktuelle Prosa und Lyrik über Vögel und unsere Beziehungen zu ihnen.

Der Museumshof wird zur Sommerbühne, wenn die Musikerin Julia van Embers mit ihrer Band unter dem Motto „I’m like a Bird“ (Mittwoch, 1. Juli, 19 Uhr) Lieder aus Folk, Singer-Songwriting und Chanson präsentiert – von Blackbird bis Nightingale.

Im Gespräch „Vögel in der Stadt“ (Mittwoch, 22. Juli, 19 Uhr) geben die Wildnisbotin Silke Frank und der Wissenschaftler Henrik Brumm (Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz) Einblicke in ihre Arbeit und erzählen, was sie an Vögeln fasziniert. Moderiert wird der Abend vom Journalisten und Vogelexperten Stephan Hübner.

Wer selbst literarisch aktiv werden möchte, ist beim Schreibworkshop „Hier piept’s wohl“ (Mittwoch, 6. Mai, 19 Uhr) eingeladen, eigene Texte zu entwickeln. Die Kunstwerke der Ausstellung dienen als Ausgangspunkt für die Schreibpraxis, angeleitet von der Schriftstellerin Saskia Hennig von Lange.

Der unterhaltsame Abend Apéro & Kunst (Freitag, 24. April und Freitag, 31. Juli, jeweils 18–20 Uhr) lädt zu einem entspannten Start ins Wochenende mit Zeit für Kunstgenuss und Gespräche ein. 

Podcast Art’n’Vielfalt – Kunst und Natur im Gespräch

In drei Folgen begleitet unser Podcast „Art’n’Vielfalt“ die Ausstellung Vogelperspektiven – Die Vögel und wir. Podcast-Host Marilena Berends spricht mit ihren Gästen über ihre Faszination für Vögel, die Gabe der Beobachtung und, wie wir Vögel schützen können.

Mit: Künstler Matthias Garff und „Vogelguckerin“ Silke Hartmann; Künstlerin Vroni Schwegler und Schriftstellerin Anna Yeliz Schentke; Künstler Robin Meier Wiratunga und Professor Dr. Onur Güntürkün, Professor für Biopsychologie

museum-sinclair-haus.de/podcast und auf Spotify (ab 18. März)

Programm & Ticketshop

Claudia Praml
Claudia Praml
Leiterin Kommunikation und Veranstaltungen / Museum Sinclair-Haus (Standort Bad Homburg)
T +49 (0) 6172 5950 505
M +49 (0) 151 167 125 00
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