Seit März 2016 schwärmen Bienen auf dem Gelände der Stiftung Kunst und Natur, bei deren Haltung Artgerechtigkeit und ökologische Verträglichkeit im Mittelpunkt stehen. Imker Wolfgang Achtzehner achtet bei der Ausübung seiner biologischen Bienenhaltung auf folgende Prinzipien:
Schwärmen erlaubt:
Das Schwärmen der Bienen wird nicht durch Maßnahmen wie z. B. das Ausschneiden der Königinnenzellen verhindert. Ausgeflogene Schwärme werden ggf. eingefangen.
Natürlicher Wabenbau:
Die Bienen erhalten keine vorgefertigten (und teilweise belasteten) Wabenbauhilfen mit festgelegter Wabengröße. Die Bienen folgen ihrem natürlichen Bautrieb und bauen ihre Waben selbst. Der Honigertrag sinkt dadurch.
Drohnen belassen:
Anders als oft üblich, wird die Drohnenbrut nicht regelmäßig ausgeschnitten und vernichtet, sondern die Drohnenwaben werden im Sinne einer sich selbst regulierenden Entwicklung der Bienenvölker in den Beuten (Bienenhäusern) belassen.
Bienenschonende Varroa-Bekämpfung:
Zur Bekämpfung der Varroa-Milbe werden ausschließlich organische Säuren wie z. B. Oaxalsäure oder Milchsäure eingesetzt, die keine Rückstände in Honig und Wachs hinterlassen.
Naturmaterialien:
Vermeidung von Kunststoffen in der Bienenhaltung, z. B. Verwendung von Holz bei Beuten und Zargen.
Zurückhaltende Fütterung:
Indem den Bienen nicht der gesamte Honig entnommen wird, wird die winterliche Zufütterung durch (hier Bio-) Zucker reduziert.
Diese naturnahe und artgerechte Bienenhaltung harmoniert mit der extensiven Bewirtschaftung der Flächen auf dem Stiftungsgelände unter Verzicht auf mineralischen Dünger und Pflanzenschutzmitteln.
Beginnend mit zunächst ca. 10 Völkern im Jahr 2016 soll der Bestand nach und nach dem Angebot angepasst werden.
Das Singen der Vögel und das Summen der Bienen war mir beinahe eine Stille, da ich durch meine Gebirgswanderungen an solche andauernde Laute gewohnt war. Die Stille wurde unterbrochen durch einzelne Laute, welche von den Arbeitern im Garten herrührten, entweder daß man das Quieken einer Pumpe hörte, mit der man Wasser pumpte, und mittelst Rinnen in eine Tonne leitete, um es abends zum Begießen zu verwenden, oder daß eine menschliche Rede ferner oder näher erscholl, die einen Befehl oder eine Auskunft enthielt. Die verschiedenen Flecke des Himmels, welche durch das Grün der Bäume hereinsahen, waren ganz blau und zeigten, wie sehr mein Gastfreund mit seiner Voraussage des schönen Wetters Recht gehabt hatte.
Ich riß mich endlich aus meinen Gedanken und ging in dem Garten empor.
Fotos: Wolfgang Achtzehner