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Glaser, Bruno

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Bruno Glaser ist ein renommierter deutscher Bodenbiogeochemiker und Hochschullehrer, der derzeit an der Universität Halle (Saale) tätig ist. Seine Forschungsgebiete umfassen ein breites Spektrum, mit besonderem Fokus auf Terra preta, Pflanzenkohle, Paläoökologie und Stabilisotopenanalyse.

Errungenschaften und Bekanntheit:

· Pionierforschung: Glaser gilt als Pionier in der Erforschung von Terra preta, einem besonders fruchtbaren und langlebigen Boden, der durch die Anreicherung mit Pflanzenkohle entsteht. Seine wegweisenden Arbeiten haben maßgeblich zum Verständnis der Entstehung, Eigenschaften und Funktionen von Terra preta beigetragen.

· Hohe Zitierhäufigkeit: Die wissenschaftlichen Publikationen von Glaser zeichnen sich durch eine außergewöhnlich hohe Zitierhäufigkeit aus. Diese Anerkennung unterstreicht den bedeutenden Einfluss seiner Forschung auf die internationale Scientific Community.

· Auszeichnung: Im Jahr 2023 wurde er auf die prestigeträchtige Liste der "Highly cited researchers 2023" des Unternehmens Clarivate Analytics aufgenommen. Diese Auszeichnung würdigt ihn als einen der weltweit einflussreichsten Forscher in seinem Fachgebiet.

Forschungsschwerpunkte:

· Terra preta: Glaser untersucht die Entstehungsprozesse, die chemischen und physikalischen Eigenschaften sowie die ökologischen Funktionen von Terra preta. Er erforscht zudem das Potenzial dieser Böden für die nachhaltige Landwirtschaft und Klimaschutzmaßnahmen.

· Pflanzenkohle: Die Herstellung und Anwendung von Pflanzenkohle als Bodenverbesserungsmittel und Dünger stehen im Zentrum seiner Forschung. Er untersucht die Auswirkungen von Pflanzenkohle auf die Bodenfruchtbarkeit, die Kohlenstoffbindung und die Treibhausgasemissionen.

· Paläoökologie: Glaser rekonstruiert mithilfe von Bodenanalysen die Vegetationsgeschichte und Umweltbedingungen vergangener Epochen. Seine Forschungsarbeiten liefern wertvolle Erkenntnisse über den Klimawandel und die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt.

· Stabilisotopenanalyse: Er nutzt verschiedene stabilisotopische Techniken, um biogeochemische Prozesse in Böden zu untersuchen. Diese Methoden ermöglichen ihm unter anderem die Bestimmung der Herkunft organischer Materie, die Identifizierung von Nährstoffkreisläufen und die Quantifizierung von Treibhausgasemissionen.